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Pädagogische Anthropologie der Rituale

Erziehung, Bil­dung und Sozialisation finden immer in rituellen Settings statt. Rituale und Ritualisierungen bilden dabei nicht nur einen Rah­men, um andere, vom Ritual un­ab­hän­gi­ge Lerngegenstände zu erlernen, sie sind immer auch selbst Lerngegenstand (wenn auch oft unbewusst). Rituale sind ambivalent: Einerseits unterwerfen sie das Individuum ei­nem Kollektiv und üben insofern Zwang aus; an­de­rer­seits bringen Rituale aber auch Gemeinschaft hervor und stiften so Zugehörigkeit. Der Lehr- und Forschungsbereich „Systematische Er­zie­hungs­wis­sen­schaft und Methodologie der Bil­dungs­for­schung“ un­ter­sucht diese Zu­sam­men­hän­ge, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Zu­sam­men­hang von Ritual und Musik gelegt wird.

Ver­öf­fent­lichun­gen

Mattig, Ruprecht (2016) Musik und Ritual: Anthropologische Überlegungen zur Performativität von Grenzsetzung und Entgrenzung. In: Hofmann, Gabriele (Hg.): Musik – Ein Spiel mit Grenzen und Entgrenzung. Augsburg: Wißner, S. 75-90.

Mattig, Ruprecht (2015) Die Sehnsucht nach ritueller Erfahrung. Der Popkult als ungebundene Form des Religiösen in modernen Gesellschaften. In: Kropac, Ulrich; Meier, Uto; König, Klaus (Hrsg.): Zwischen Religion und Religiosität: Ungebundene Religionskulturen in Religionsunterricht und kirchlicher Jugendarbeit – Erkundungen und Praxis. Würzburg: Echter, S. 141-157.

Zehbe, Klaus (2013) The 'Per­for­mance' of Kyōgen: Rituals and Topoi of Well-Being. In: Paragrana, Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie 22.1, S. 281-293.

Mattig, Ruprecht (2012) Bil­dung aus kulturanthropologischer Perspektive. In: Miethe, Ingrid & Müller, Hans-Rüdiger (Hrsg.): Qualitative Bil­dungs­for­schung und Bildungstheorie. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 77-91.

Blaschke, Gerald; Mattig, Ruprecht (2011) Gesten auf Rock- und Popkonzerten. Performative Strategien der Vergemeinschaftung. In: Wulf, Christoph u.a.: Gesten in Sozialisation, Bil­dung und Erziehung. Wiesbaden: VS Verlag, S. 175-217.

Kellermann, Ingrid; Mattig, Ruprecht (2011) Schule, Körper und Bil­dung: Eine ethnographische Perspektive auf die Schulanfangsphase. In: Kraus, Anja (Hrsg.) Körperlichkeit in der Schule. Aktuelle Körperdiskurse und ih­re Empirie. Band IV. Oberhausen: Athena Verlag, S. 57-80.

Mattig, Ruprecht (2010) Die rituelle Kraft des Pop. In: Kulturpolitische Mitteilungen 128 (I/2010), S. 51-52.

Mattig, Ruprecht (2009) Rock und Pop als Ritual. Über das Erwachsenwerden in der Mediengesellschaft. Bielefeld: transcript.

Mattig, Ruprecht (2008) Popmusik und Communitas: Eine Fallstudie zum Verhältnis von körperlich-rituellen und medialen Er­fah­run­gen zu Vor­stel­lun­gen von einer idealen Ge­sell­schaft. In: Paragrana, Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie 17.1, S. 182-197.

Mattig, Ruprecht (2007) Rock Rituals. The Significance of Ritual Acts for the Creation of Fan-Biographies. In: Wulf, Christoph & Suzuki Shoko (Hrsg.): Mimesis, Poiesis, and Performativity in Education. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann, 2007. S. 111-121.

Mattig, Ruprecht (2007) Momente, die verzaubern. Zur rituellen Dimension moderner Freizeitkulturen. In: Melcher, Ralf (Hrsg.): OFF-TIME. Fotografische Positionen zur Freizeit- und Eventkultur. Heidelberg: Kehrer, S. 19-27.

Jörissen, Benjamin; Mattig, Ruprecht (2007) Die rituelle Gestaltung techno-sozialer Lernarrangements. Computerunterricht in der Schule und im Kinderclub. In: Wulf, Christoph u.a.: Lernkulturen im Umbruch. Rituelle Praktiken in Schule, Jugend, Me­di­en und Familie. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 146-183.

Mattig, Ruprecht (2006) Pop Concerts as Modern Religious Rituals. Anthropological Considerations on a New Form of Religion. In: Werler, Tobias & Wulf, Christoph (Hrsg.): Hidden Dimensions of Education: Rhetorics, Rituals and Anthropology. Münster, New York: Waxmann, 2006. S. 149-164.

Mattig, Ruprecht (2004) Spuren der Wildnis. Pädagogische Inszenierung von Erlebnis. In: Wulf, Christoph u.a.: Bil­dung im Ritual. Schule, Familie, Jugend, Me­di­en. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 269-302.

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.