Veröffentlichung von Arbeitspapier im Projekt Skills2Capabilities
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Berufsbildungscurricula im internationalen Vergleich
Ein neues Arbeitspapier des Skills2Capabilities-Projekts stellt Ergebnisse der Untersuchung von Berufsbildungslehrplänen in drei europäischen Ländern vor und nutzt dabei den Befähigungsansatz (Capability Approach) von Amartya Sen als einheitlichen analytischen Rahmen.
Drei Länder, drei Perspektiven
Niederlande: Systemebene
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Eine quantitative Analyse von über 600 MBO-Bildungsgängen (berufliche Sekundarstufe II) zeigt, wie Lehrplanaktualisierungen die Arbeitsmarktergebnisse der Lernenden beeinflussen – etwa Beschäftigung, Löhne und wahrgenommene Qualifikationsdiskrepanzen.
England: Institutionsebene
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Interviews mit Lehrkräften und Entscheidungsträgern in drei Berufsfeldern (Pflege, Heizung/Klimatechnik, Industriemechanik) untersuchen, wie bildungspolitische Vorgaben auf Schulebene in die Praxis umgesetzt werden.
Deutschland: Individualebene
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Basierend auf Interviews mit Lehrenden und Lernenden in der Pflege sowie im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk wird analysiert, ob berufliche Bildung tatsächlich Befähigungen im Sinne Sens entwickelt, also nicht nur Beschäftigungsfähigkeit, sondern auch Handlungsspielräume und persönliche Entwicklung fördert.
Erkenntnisse
Die vergleichende Analyse über System-, Institutions- und Individualebene hinweg zeigt den Mehrwert der Verbindung von Curriculumtheorie und Capability Approach für die Berufsbildungsforschung und identifiziert vielversprechende Ansatzpunkte für zukünftige Studien.
Nähere Informationen finden sich in der Veröffentlichung der Arbeitspapiere unter: https://skills2capabilities.eu/files/results/papers/deliverable_6_3_working_paper_s2c_2025_6_201025_ee_th_ee_final.pdf



